Am ersten richtig kalten Tag des Herbstes ging die Schlange zur Theaterfabrik bis zur Straße und drinnen schlängelte sie sich drei mal im Kreis zur Garderobe. Mit einer halben Stunde Verspätung fing die Vorband Sonic Reducer, ganz im Feeling einer 00er Jahre BritRock Band, an dem Publikum einzuheizen.
Um halb 10 Uhr ist dann das australische Duo, mit der Ergänzung eines Schlagzeugers und einem Keyboarder, zurückhaltend auf die Bühne gegangen. Der aller erste Auftritt überhaupt in München. Es brauchte tatsächlich 7-8 Songs bis das Eis geschmolzen und es erste Emotionen und Interaktionen zwischen Royel und Otis und dem Publikum gab. Plakate wurden gelesen und kleine Geschenke die auf die Bühne geworfen wurden, wurden grinsend bedankt. Sänger Otis klammerte sich immer wieder an sein Hemd was ein bisschen wirkte als ob er Halt suchen würde. Das ist alles sehr verständlich. Schließlich hat es fast nicht mal ein Jahr gedauert bis die Jungs durch die Decke gestürmt sind. Nicht zuletzt nach den großartigen Covers von Murder on the Dancefloor und Cranberrys Linger.
Als am Anfang des Konzertes ein Fan im Publikum Sänger Otis was zurief und er nur meinte „später spielen wir es“ wurde dieser dann zu dem Cover Murder on the Dancefloor auf die Bühne geholt und er durfte dieses auf der Gitarre begleiten. Es erinnerte an den Auftritt vom Glastonbury bei Dave als Alex ihm die Bühne streitig machte.
Es stellte sich am Schluß nur die Fragen: Was ist das Symbol des riesigen Shrimp auf der Bühne und warum Gitarrist Royel nie sein Gesicht zeigte und sogar die Fotos nur von der rechten Bühnenseite aus gemacht werden durfte? Laut dem Internet ist der Shrimp aus dem Song Oysters in my Pocket und Gitarrist Royel will einfach nur seine Anonymität wahren.






























Royel Otis + Sonic Reducer
11.11.2024 | Theaterfabrik | München
© t u n e a r t / Käthe deKoe






