Schon der Support ließ ahnen, dass dieser Abend mehr als nur Routine werden würde. Sean McVerry eröffnete das Konzert mit einem kurzweiligen, charmanten Set, das das Publikum sofort für sich gewann. Seine Mischung aus cleverem Songwriting und sonnigem Indie-Pop erinnerte stellenweise an Vampire Weekend – leichtfüßig, verspielt und mit einem Augenzwinkern.
Als We Are Scientists schließlich die Bühne betraten, war die Stimmung bereits bestens – und blieb es bis zum Schluss. Das Publikum bestand sichtbar aus Fans, die mit der Band gemeinsam älter geworden sind: ein Meer aus Indie-Veteranen, die jeden Refrain noch immer aus voller Kehle mitsangen.
Trotzdem fühlte sich nichts alt oder müde an – im Gegenteil. Die Band sprühte vor Energie, scherzte zwischen den Songs und lieferte eine mitreißende Show, die zwischen nostalgischem Rückblick und jugendlicher Euphorie pendelte. Gitarrenriffs, Schlagzeugattacken und viel Humor machten den Abend zu einer ausgelassenen Feier des Indie-Rocks, wie man ihn liebt.
Fazit: Ein Konzert voller Energie, Spaß und einem Hauch von 2000er-Indie-Magie – so lebendig, dass man glatt vergessen konnte, wie viele Jahre seit Nobody Move, Nobody Get Hurt vergangen sind.

We Are Scientists + Sean McVerry
04.11.2025 | Strom | München
© t u n e a r t / Käthe deKoe