Panic Shack haben vermutlich das beste Konzert dieses Jahres abgeliefert – und das spürte man bereits, noch bevor die ersten Akkorde erklangen. Das Orangehouse war restlos ausverkauft, gefüllt mit einem herrlich gemischten Publikum: Menschen verschiedenster Altersgruppen und Stile, die jedoch alle eines gemeinsam hatten – die sympathische Ausstrahlung, als könnte man mit jedem von ihnen sofort befreundet sein. Selbst im Moshpit herrschte Rücksichtnahme; ein seltenes, aber wunderbares Bild.
Die walisische Punkband, deren feministischer, zugespitzt humorvoller Ansatz sich klar gegen altmodische Frauenbilder richtet, ist für viele zuerst über Social Media sichtbar geworden. Dort überzeugten Panic Shack mit ihren einprägsamen, ironisch überzeichneten Choreografien – und überraschten anschließend mit dem vielleicht noch größeren Pfund: ihrer Musik. Live wird schnell klar, dass hinter dem stilvollen Klamauk handfester Punk steckt, präzise gespielt und mit einer Energie vorgetragen, die den Raum sofort in Bewegung setzt.
Auch auf der Bühne wurde getanzt, posiert und choreografiert – ganz Panic Shack eben. Die Balance zwischen politischer Botschaft, humorvoller Selbstinszenierung und musikalischem Können gelingt ihnen so mühelos wie wenigen anderen. Das Publikum dankte es mit ausgelassener Euphorie, ohne die Atmosphäre je ins Chaotische kippen zu lassen.
Am Ende blieb der Eindruck eines Konzerts, das nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch ein Gefühl von Gemeinschaft erzeugte. Panic Shack sind weit mehr als ein Social-Media-Phänomen – sie sind eine Live-Urgewalt. Und ja: vermutlich tatsächlich das beste Konzert dieses Jahres.





























Panic Shack
25.11.2025 | Orangehouse | München
© t u n e a r t / Käthe deKoe






