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Betterov

Die ausverkaufte Muffathalle bot den perfekten Rahmen für einen Abend, der ganz im Zeichen von Gefühl, Poesie und musikalischer Intimität stand. Schon der Support-Act machte deutlich, dass dieses Konzert mehr als nur ein gewöhnlicher Tourstopp werden würde.

Akryl erwies sich als der wohl passendste Support, den man sich für Betterov vorstellen kann – eine selten stimmige Kombination, wie man sie bei Konzerten sonst kaum erlebt. Mit einer klaren, gefühlvollen Stimme und poetischen Texten schuf Akryl sofort eine besondere Atmosphäre im Saal. Ihre Songs wirkten gleichzeitig zerbrechlich und kraftvoll. Dazu kam eine charmante Bühnenpräsenz: Immer wieder suchte sie den Kontakt zum Publikum, erzählte kleine Geschichten und schaffte es sogar zweimal, die ganze Muffathalle zum gemeinsamen Singen zu bringen. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends entstand eine spürbare Nähe zwischen Bühne und Publikum.

Als Betterov schließlich die Bühne betrat, begann sein Set zunächst am Klavier – ein ruhiger, fast intimer Einstieg, der sofort den Ton für den weiteren Abend setzte. Unterstützt von seiner Band, die bemerkenswert harmonisch zusammenspielte, entwickelte sich das Konzert schnell zu einer musikalisch dichten und emotionalen Reise.

Im Mittelpunkt stand sein neues Album „Große Kunst“, mit dem Betterov seine sehr persönliche Geschichte erzählt. Die Songs wirken wie Momentaufnahmen aus einem Leben zwischen Melancholie, Hoffnung und Selbstreflexion. Seine Texte sind poetisch und lyrisch, zugleich von großer Empathie geprägt. In Verbindung mit seiner markanten Stimme entfalten sie eine besondere Intensität, die das Publikum spürbar berührte.

Gerade diese Mischung aus persönlicher Offenheit, poetischer Sprache und musikalischer Feinfühligkeit machte den Abend zu etwas Besonderem. Betterov gelang es, die große Muffathalle für Momente fast wie einen kleinen, gemeinsamen Raum wirken zu lassen – einen Ort, an dem Geschichten geteilt und Gefühle kollektiv erlebt wurden.

07.03.2026 | Muffathalle | München

© t u n e a r t / Käthe deKoe

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