Das Publikum im Hansa39 im Feierwerk war so bunt wie die Musik des Abends selbst. Menschen unterschiedlichster Hintergründe kamen zusammen, um Imarhan aus dem Süden Algeriens live zu erleben – und wurden von der ersten Minute an in ihren Bann gezogen.
Ohne große Zwischenpausen entfaltete die Band ihren charakteristischen Sound zwischen Folk und Psychedelic, hypnotisch und zugleich erdig. Unterstützt wurde sie dabei von dem Multiinstrumentalisten Emile Papandreou, der auch am aktuellen Album beteiligt war und live zusätzliche synthetische Klänge beisteuerte.
Im Zentrum stand das vierte Album Essam, dessen Songs auf der Bühne eine besonders intensive Wirkung entfalteten. Die Musik schwankte zwischen großer Emotionalität – bei manchen Stücken blieb kaum ein Auge trocken – und kraftvollen, rockigen Passagen, die das Publikum zum Klatschen und Tanzen mitrissen.
So entstand ein Abend voller Kontraste: nachdenklich und ekstatisch zugleich, traditionell verwurzelt und doch modern erweitert. Ein Konzert, das nicht nur gehört, sondern gespürt wurde.

21.04.2026 | Feierwerk | München
© t u n e a r t / Käthe deKoe