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The Black Keys

Ein bisschen Angst war im Vorfeld dann doch vorhanden: Zwei Tage zuvor hatten The Black Keys ein Konzert krankheitsbedingt abgesagt. Doch zum Glück waren Dan Auerbach und Patrick Carney wieder gesund – und so konnte der Abend im Zenith tatsächlich stattfinden.

Den Auftakt übernahm niemand Geringeres als der legendäre Robert Finley. Der mittlerweile 72-jährige Bluesmusiker füllte das Zenith schon früh am Abend mit seinem ganz eigenen Bluesrock-Sound. Und obwohl der Konzertbeginn vergleichsweise früh angesetzt war, waren bereits erstaunlich viele Menschen vor Ort.

Überhaupt hatte man das Zenith seit Langem nicht mehr so voll gesehen. Ausverkauft ist das eine – an diesem Abend schien allerdings wirklich keine Maus mehr hineinzupassen.

Dann betraten The Black Keys die Bühne, um ihr neues Album Peaches ’n Cream vorzustellen. Natürlich durften dabei auch die älteren Hits nicht fehlen, bei denen das Publikum textsicher mitsingen konnte. Es ist ohnehin faszinierend, wie zeitlos die Musik des Duos funktioniert. Bluesrock – ein Genre, bei dem man gedanklich vielleicht zunächst ältere Herrschaften in einer verrauchten Kellerkneipe vor sich sieht. Und ja, ganz jung sind Auerbach und Carney mittlerweile auch nicht mehr. Dafür haben sie sich erstaunlich gut gehalten und altern offensichtlich ziemlich gut.

Leider war der Sound an diesem Abend – wie so oft im Zenith – nicht wirklich optimal. Trotzdem entwickelte das Konzert eine ganz besondere Atmosphäre. Es fühlte sich weniger nach einer großen Hallenshow und vielmehr danach an, als wäre man zufällig zu einer privaten Bluessession eingeladen worden. Intim, lässig und irgendwie so, als würden die beiden einfach das machen, was sie schon immer gemacht haben: zusammen Musik.

Wobei „zusammen“ an diesem Abend durchaus relativ zu verstehen war. Faszinierend war nämlich, dass Auerbach und Carney jeweils an entgegengesetzten Ecken der Bühne standen beziehungsweise saßen und – zumindest soweit ich es beobachten konnte – kaum miteinander interagierten. Kein sichtbares Zusammenspiel, keine großen Gesten, nicht einmal ein Augenkontakt.

Vielleicht ist das einfach die Routine nach all den gemeinsamen Jahren. Vielleicht braucht es nach einer langen musikalischen Beziehung eben nicht mehr ständig Blicke und Gesten, um zu wissen, was der andere macht. Hoffentlich ist es tatsächlich nur Routine – und nicht schon dieses berühmte „Man kennt sich einfach zu gut und geht sich langsam auf die Nerven“, das man sonst eher aus langen Beziehungen kennt.

Denn musikalisch funktioniert die Beziehung der beiden glücklicherweise noch ziemlich gut.

09.09.2026 | Zenith | München

© t u n e a r t / Käthe deKoe

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