28 Jahre Muffatwerk – Das Fest

28 Jahre Muffatwerk – Das Fest

Mit voller Vorfreude, gefühlt wie als Kind vor der eigenen Geburtstagsparty, ging es zum Muffatwerk.

Das letzte Mal als ich dort war, war im Februar 2020. Also 19 Monate her. Jetzt war so vieles anders. Der S-Bahnhof wurde renoviert, meine Tasche und mein Smartphone haben noch nie Konzertluft geschnuppert. Gab es das eine Gebäude da rechts auf dem Weg schon immer? Es war ein anderes Bewusstsein als wie früher, wo ich nur hoffte Pünktlich für die Vorband schnell da zu sein.

Vorher noch schnell ein Bier auf der Terrasse trinken, mit der Angst dass man es nicht mit rein nehmen darf. Große Erleichterung, wir durften es mit reinnehmen. Zwar musste auch am Platz die Masken aufbleiben aber das nahm jeder gerne in Kauf um endlich endlich wieder Live-Musik genießen zu können.

Am Anfang noch die Aufregung ob ich wohl auch vor der Bühne fotografieren darf. Spoiler: durfte ich. Und dann froh, doch so klein zu sein und dem Publikum nicht die Sicht zu versperren. Nach den ersten drei Lieder, bei der ersten Band Quirinello, nahm ich auf dem Stuhl platz und versuchte das ganze zu begreifen. Ich bin tatsächlich auf einem Konzert und die Musik tut so gut. Nachdem die Leute aufgestanden sind um zu tanzen kam es dann über mich und Freudentränen kamen auf. Aber auch ein Vorteil von Masken, sie haben diese ganz gut aufsaugen können. Danach konnte ich einfach nur die Stimmung genießen und alles andere vergessen. Bei jedem Bühnenwechsel gingen die Leute auf die Musikterrasse und konnten sich von Max Ferdinand, twoisaparty. und Phillinger die aufgelegte Musik anhören und es wurde natürlich auch getanzt. Sobald die nächste Band auftrat gab es den netten Securitymensch der mit einem Gong schlug. Das fühlte sich so vornehm an. Generell war es so entspannt einen festen Platz zu haben. Man musste sich eigentlich um nichts kümmern und konnte nur schwelgen.

Aufgetreten sind Quirinello, Betterov, Shelter Boy und Das Paradies. Da muss ich eigentlich nicht wirklich darüber berichten denn sie waren alle so toll toll toll toll. Alle vier Bands nur empfehlenswert. Und jeden konnte man ansehen wie sie glücklich sind zu spielen. Der einzige klitzekleine Kritikpunkt, den auch Shelter Boy aussprach, nur bei Quirinello gab es eine weibliche Musikerin. Aber das Bewusstsein dafür wird immer größer und das freut mich sehr.

Wenn es einen Muskelkater vom vielen lächeln gibt, war der Abend mehr als gelungen.

Danke Muffatwerk! Schön das es Euch gibt.

Passt auf euch auf, damit wir nicht mehr wieder so lange darauf verzichten müssen.

Die Bilder gibt es jeweils als Links bei den Namen.

Quirinello

Betterov

Shelter Boy

Das Paradies

30.07.2021 | Muffatwerk | München

© t u n e a r t / Käthe deKoe