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Royel Otis

Die beeindruckende Kulisse der Festung Kufstein war an diesem Abend zwar ein echter Blickfang, doch das eigentliche Highlight waren Royel Otis. Als Support hatten sie gleich zwei spannende Acts im Gepäck: den großartigen australischen Newcomer Genesis Owusu sowie die äußerst unterhaltsame britische Band The Lottery Winners.

Genesis Owusu beeindruckte mit seiner enormen Energie und der stilistischen Vielfalt seiner Songs. Von Hip-Hop über Funk bis hin zu Indie-Einflüssen zeigte er eindrucksvoll, warum er zu den spannendsten Künstlern Australiens zählt.

The Lottery Winners erwiesen sich anschließend als eine der unterhaltsamsten Live-Bands überhaupt. Mit ihrem charmanten Humor, ihrer Publikumsnähe und eingängigen britischen Pop-Songs schafften sie es sogar, das Publikum zu choreografierten Tanz- und Gesangseinlagen zu animieren – und das mit sichtbarer Begeisterung auf beiden Seiten.

Als schließlich Royel Otis die Bühne betraten, wurde deutlich, wie sehr sich die Band weiterentwickelt hat. Nachdem ich sie zuletzt 2024 gesehen hatte, als sie noch etwas zurückhaltend und schüchtern wirkten, war nun die gewonnene Routine und Selbstverständlichkeit auf der Bühne deutlich spürbar. Auch das zweite Album hat der Band hörbar zusätzliches Selbstvertrauen verliehen.

Natürlich wurden bei den größten Hits lautstark mitgesungen und getanzt. Doch spätestens bei der Zugabe und dem gefeierten „Oysters in My Pocket“ gab es kein Halten mehr. Die gesamte Festung verwandelte sich in einen einzigen großen Chor – ein perfekter Abschluss für einen großartigen Konzertabend.

17.06.2026 | Festung Kufstein

© t u n e a r t / Käthe deKoe

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