Ein internationales Publikum füllte den Raum beim Doppelkonzert von Midnight Rodeo und The Bonnie Nettles – kein Wunder, schließlich trafen hier Athen, Manchester und die Schweiz (Aftershow DJs von Temple Solaire) aufeinander. The Bonnie Nettles eröffneten den Abend mit einer energiegeladenen, wenn auch etwas eigenwilligen Performance.
Der Sänger der Band wirkte, als hätte er vor dem Auftritt tief in die Trickkiste der Bewusstseinsveränderung gegriffen: schwebend, entrückt, ständig winkend – mal dem Publikum, mal scheinbar ins Leere hinter sich. Diese Performance hatte Charme, verlor aber stellenweise an Fokus. Weniger gut kam aus Gleichberechtigungssicht an, dass er sich im Laufe des Sets seines Shirts entledigte. Das unumstrittene Highlight der Band war jedoch der Tambourine Man, der mit vollem Körpereinsatz und sichtbarer Hingabe dem Set eine mitreißende Dynamik verlieh.
Midnight Rodeo schlugen anschließend leisere, weniger rockige Töne an und bewegten sich deutlich stärker im psychedelischen Kosmos. Verträumte Sounds, fließende Übergänge und ein fast hypnotischer Vibe prägten ihren Auftritt. Besonders der Gitarrist blieb im Gedächtnis: Trotz offensichtlichem Kater gab er in seiner Fransenjacke alles und trug maßgeblich zur dichten Atmosphäre des Sets bei.































06.02.2026 | Import Export | München
© t u n e a r t / Käthe deKoe






