Levitation Room

Wenn Skurreal zu einem Konzert einlädt, kann man sich meist darauf verlassen, dass es ein besonderer Abend wird. Diesmal standen mit Levitation Room und Yalisco gleich zwei spannende Acts auf dem Programm. Für Levitation Room war es der erste Auftritt in München, während Yalisco überhaupt zum ersten Mal in Deutschland zu sehen waren.

Musikalisch bewegten sich beide Bands im psychedelischen Kosmos, allerdings mit deutlich unterschiedlichem Tempo und Charakter. Yalisco entführten das Publikum mit ihren entspannten, schwebenden Klängen an die italienische Riviera: Musik wie ein lauer Sommerabend am Meer, während man gemütlich einen Drink genießt und die Zeit für einen Moment stillzustehen scheint.

Ganz anders dann Levitation Room. Die Kalifornier drehten das Tempo spürbar an und verwandelten den Saal in eine tanzende, wogende Menge. Die Band hatte sichtbar Freude auf der Bühne, und diese Begeisterung sprang unmittelbar auf das Publikum über. Stillstehen war praktisch unmöglich. Zwischen hypnotischen Grooves, fuzzigen Gitarren und mitreißenden Rhythmen entwickelte sich eine Energie, die den Raum immer weiter auflud.

Ein besonderes Highlight war das Cover eines Songs von Bob Dylan, das hervorragend in das Set passte und für zusätzliche Begeisterung sorgte. Als das reguläre Programm schließlich beendet war, schien der Abend eigentlich vorbei. Doch die Reaktionen des Publikums waren so enthusiastisch, dass die Band spontan noch einmal zurückkehrte. Obwohl keine Zugabe geplant war, gab es zum Abschluss noch zwei zusätzliche Songs – der perfekte Schlusspunkt für einen rundum gelungenen Konzertabend.

Ein herrlicher Abend, der einmal mehr bewies: Wenn Skurreal ruft, lohnt es sich, dabei zu sein.

09.06.2026 | Import Export | München

© t u n e a r t / Käthe deKoe